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Santiago de Chile

Von unserem ursprünglichen Chileabenteuer waren am Ende nur 5 Tage geblieben. Diese verbrachten wir in der chilenischen Hauptstadt – Santiago de Chile. Insgesamt war dieser kurze Aufenthalt aber schon wichtig, damit wir auf unseren drei Scratch Maps doch noch das ganze Land freirubbelnd können. Unter anderem hieß es während dieser Zeit: Felix Navidad. Weihnachten bei 30° ist in jedem Falle gewöhnungsbedürftig. War für mich auch das erste Mal, dass ich am Tag vor Heiligabend noch in den Pool gehüpft bin.

Wir haben in unserer kurzen Zeit in Santiago tatsächlich auch nicht wirklich viel gemacht. Es war heiß und wie zuvor bereits in den USA, wenn das nächste Ziel zum Greifen nahe rückt, ist die Luft leider irgendwie raus. Außerdem haben wir Marisa und David total vermisst und wussten deshalb nichts mit uns anzufangen.

Der Vollständigkeit halber will ich euch unseren Aufenthalt in Santiago natürlich trotzdem kurz zusammenfassen. Wir erreichten unseren Zielflughafen gegen Mittag. Der Flug über die Anden war dabei wirklich spektakulär und der Anblick atemberaubend. Santiago de Chile, die Stadt in den Anden. Ein Panorama, das seines gleichen sucht. Da wir uns am Abend zuvor noch ein bisschen verquatscht hatten und unser Wecker um drei Uhr in der Früh klingelte, erschien der Boden am Flughafen in Santiago plötzlich als perfekter Platz für ein kleines Nickerchen. Backpackerlife. Wir konnten erst am Abend in unsere Unterkunft und um den Tag zu überstehen brauchte ich erstmal eine Mütze Schlaf.

Unsere restliche Zeit verbrachten wir überwiegend mit umherwandern und essen. Einer unserer Trips führte uns zum Plaza de Armas (ihr kennt mittlerweile den Drill, Plaza de Armas = Hauptplatz, außer bei den Argentiniern, die halten sich wohl für was besonderes). Hier stand ein riesengroßer Tannenbaum. Obwohl das erst der zweite Weihnachtsbaum war, den ich in diesem Jahr gesehen hatte, kam im grellen Sonnenlicht nicht so richtig Weihnachtsstimmung auf. Schmunzeln musste ich, als die Big Band im Pavillon auf der anderen Seite des Platzes Frank Sinatras ‘Christmas Dreaming’ performte. Der Sänger war vielleicht Anfang 20 und sang gerade: ‘…just like the ones I used to know’ als ich mir dachte, dass hier wohl noch nie jemand weiße Weihnachten erlebt hat. Obwohl sich daheim vielleicht auch bald keiner mehr an seine letzte weiße Weihnacht erinnern kann.

Zu Weihnachten gab es dann ganz untraditionell Sushi. Wenn man an Weihnachten mehrere Flugstunden von zu Hause entfernt ist, braucht man auch gar nicht erst so tun als ob. Mein Fazit: Weihnachten ohne Weihnachten ist irgendwie blöd. Ich war froh als die Feiertage um waren und es für uns weiter ging.

 

3 Kommentare zu “Santiago de Chile

  • Oliver G. 7. Februar 2019 at 19:27 Antworten

    Hallo Jenni und Joel,

    wieder einmal seid ihr für eine Überraschung gut, denn den Abstecher nach Chile hatte ich gar nicht auf dem Schirm 🙂

    Auch wenn es nur ein verkürztes Abenteuer war, so ist Chile an sich ganz einfach: Man nimmt einfach einen Streifen von der Breite Santiagos und guckt sich den von West bis Ost an. Dann kopiert man den Streifen einfach 1000 Kilometer nach Norden und Süden rein … fertig ist Chile (mit Ausnahme der Osterinsel) 🙂

    Besser feliz navidad in Chile als Christmas in Kiritimati (sprich: Christmas), und hey, mit der Temperatur lagt ihr gar nicht mal so schlecht! Santiago de Chile liegt auf 33°, Süd 😉

    Am Tag vor Heiligabend noch in den Pool ist natürlich Luxus! Allerdings war das hier so milde, dass wir das auch hätten machen können. Leider habe ich nur so einen Napf, in dem der Hund sich baden kann, keinen Pool, aber vielleicht ja für nächstes Heiligabendabend!

    Eure gelernte Hilflosigkeit, dass ihr gar nichts mit euch anzufangen wusstet, nehme ich euch aber nicht ganz ab! Hoffe ich zumindest, oder wenn, dass diese Tal auch erfolgreich durchwandert ist, und ihr wieder voller Tatendrang seid!

    Und wieder gelernt: Santiago liegt in den Anden! Spontan hätte ich das mehr oder minder an die Küste gepackt, so wie Münschen, aber nicht auf den Berg. Die Bildung kommt bei euch nicht zu kurz!

    Zwischendurch mir schießt mir irgendwie das Bild von dem entzückenden kleinen Hamster auf dem Schleifwagen der Bogestra durch den Kopf, der auf der Schleifmaschine friedlich sein Nickerchen macht :-] 😀 😉

    White Christmas und Snow kann ja auch, vor allem angeblich in Südamerika, auf ein Drogenproblem hinweisen … sogar schon mit Anfang 20! Weiße Weihnacht, ich erinnere mich genau, das war … öh, irgendwann in den 70ern oder so 😉

    Sushi kann man bei so heißem Wetter schon mal machen. Wolltet ihr Salmonellen und Amöben locken?! Rohen Fisch mag ich nur gut durchgebraten 😉

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    Ok, ich bin neugierig und keine Katze: Euer erstes gemeinsames, ganz besonderes Ehe-Weihnachten! Was gab’s für Geschenke?! 🙂 Elektrische Apfelschäler? Einwegtaschentücher mit Monogramm? Glabellatupfer?

    • Jenni 9. Februar 2019 at 6:59 Antworten

      Diese Art von Schnee hatte ich eher nach Kolumbien oder Brasilien verordnet. Man kann aber natürlich nie wissen. Beim Sushi waren wir tatsächlich auch etwas skeptisch aber es haben so viele Leute da gegessen, wir dachten uns no risk no fun.

      Tatsächlich haben wir uns gar nicht so richtig was geschenkt, sondern uns eine etwas komfortablere Unterkunft gegönnt. Deshalb der Pool. Aber die Einwegtaschentücher mit Monogramm heb ich mir fürs nächste Jahr auf. Joel kann ja nie genug Taschentücher haben.

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