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Iguacu

Las Cataratas de Iguacu

Um Marisa und David nicht zu sehr auf die Nerven zu fallen, machten wir uns nach knapp einer Woche von La Plata aus auf den Weg an die brasilianische Grenze. Unser Ziel war eines der sieben Naturweltwunder dieser Erde. Dort fällt der Fluss “Iguacu”, was übersetzt so viel wie “großes Wasser” bedeutet, bis zu 82m in die Tiefe.

Vom Flughafen Ezeiza aus flogen wir also in den Dschungel. Dabei erlebten wir den bisher turbulentesten Flug unserer gesamten Reise und meines Lebens. Irgendwann war mir richtig schlecht, weil draußen nur eine weiße Wand war, mein Körper aber deutlich die Bewegungen des Flugzeugs spüren konnte. Mein Gehirn konnte diese gegensätzlichen Informationen offensichtlich nicht verarbeiten. Glücklicherweise überstand ich den Flug jedoch, ohne dass ich mich einer Kotztüte bedienen musste.

Karte des Nationalparks

Puerto Iguazu

Der Großteil des Parks befindet sich auf argentinischer Seite, weshalb man für diesen Stopp deutlich mehr Zeit einplanen muss. Wir waren bis zum späten Nachmittag im Park, um uns den Teufelsschlund und seine Brüder und Schwestern ansehen zu können. Möglicherweise lag das auch daran, dass unser Guide zwischenzeitlich unsere Route umplanen musste, weil genau zu dem Zeitpunkt als wir dort waren zufällig auch der argentinische Präsident Lust hatte sich die Iguacu-Wasserfälle anzuschauen. Ich wette der hatte keine Probleme Fotos ohne fremde Menschen drauf zu machen. Präsident müsste man sein…

Wir folgten trotzdem weitestgehend dem Rundweg. Was soll ich sagen: es ist schon ganz schön beeindruckend, wenn auf einer Breite von fast drei Kilometern um die 1700 m 3  Wasser pro Sekunde Richtung Erde stürzen.

Um die etwas längeren Strecken zu überbrücken ließen wir uns von unseren tierischen Freunden ablenken. Besonders die Nasenbären finden Touristen anscheinend sehr spannend – vor allem deren Rucksäcke und das Essbare, was sich ja vielleicht darin verbergen könnte.

Foz do Iguaçu

Den meisten Leuten gefällt wohl die argentinische Seite der Wasserfälle besser, weil man das Panorama besser sieht und man insgesamt länger beschäftigt ist. Uns fiel die Entscheidung da deutlich schwerer. Während wir am Vortag ein fantastisches Panorama erblicken durften und die gewaltige Kraft der Wassermassen von oben bestaunen konnten, bot sich uns am nächsten Tag ein fast noch beeindruckenderes Schauspiel. In Brasilien hat man dank einer errichteten Plattform die Möglichkeit über das Wasser bis an die Kante zu laufen, während die Wasserfälle links von einem gen Erde brausen. So nah bin ich noch nie an einen Wasserfall herangekommen. Als dann noch die Sonne durch die dicke Wolkendecke brach, bot sich uns ein atemberaubender Anblick. Müsste ich mich für eine Seite entscheiden, ich glaube es wäre Brasilien.

Zurück nach Hause

Nach zwei Tagen war es für uns dann schon wieder an der Zeit zurückzureisen. Die Spannung war groß, denn wir hatten erfahren, dass am Flughafen in Buenos Aires gestreikt würde. Daher war nicht sicher, ob wir an diesem Tag würden zurückreisen können. Nach etwas Wartezeit mit nerviger Ungewissheit konnten wir dann aber schließlich doch boarden und abends gemeinsam mit unseren Freunden ein schönes Steak genießen.

 

 

3 Kommentare zu “Iguacu

  • Oliver G. 30. Januar 2019 at 18:12 Antworten

    Nun also zum Wasserfallali, den Katarakten, offensichtlich nicht des Nils,

    derweil Cataratas ja auch Katzenratten heißen könnte, da sind auch Tierfotos in eurem Post!

    Wenn ich die 1700 m³/s mal durch meine jährliche Wasserrechnung teile dann ist das … oh, verdammt viel Wasser 🙂

    Was tragt ihr denn da für Schilder angesteckt?

    Interessante Fauna haben die da, laufen die da einfach rum, oder ist das ein Wildpark?

    Freut mich sehr, dass ihr dann doch wieder schöne Erlebnisse hattet 🙂 Bin schon sehr gespannt auf den nächsten Post!

    • Joel 9. Februar 2019 at 9:36 Antworten

      Die Schilder sind dazu da, um zu identifizieren, welcher Reiseguide verantwortlich für das unangemessene Verhalten mancher Besucher ist. Zumindest ist das meine Wunschvorstellung.

      Es ist kein Wildpark und es gab keine Zäune o.ä. Die Tiere leben also freiwillig da und posieren bereitwillig für die Kamera.

  • Stefan Sobol 3. Februar 2019 at 13:24 Antworten

    Huhu ihr zwei,
    erst einmal komme ich wieder erst jetzt dazu euch zu Antworten.
    Sorry. Also mal wieder sehr schöne Fotos und ein sehr interessanter Text. Diese Sache mit dem Wasserfall und Kante dicht dran…………………DAS wäre schon mal nix für mich und der Horrorflug schon mal garnicht. Aber das kann man ja vorher nicht wissen.
    Ja, ich weiss….Weichei…..aber ich habe nun mal Höhenangst und alles über 1,5 Meter ist nicht meines. Gott sei Dank habt ihr es überlebt.
    Auch diese Nasenbären sind schon niedlich, sieht man wahrscheinlich ganz anders wenn einem das Essen geklaut wird. Egal, Hauptsache ihr seid wieder glücklich in der Zivilation angekommen und konntet euch euer Steak schmecken lassen.
    Deswegen freue ich mich auf weitere Post.
    Noch viel Spaß und……………….PASST AUF EUCH AUF!!!

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