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Los Angeles

Welcome to the land of fame and glory!

Obwohl wir fest damit gerechnet hatten, sind wir leider nicht entdeckt worden – weder als Schauspieler noch als Komödianten, was besonders für Joel sicher schwer zu verkraften war. Dieser Mangel an künstlerischem Verständnis und einem Auge für Talent seitens der Amerikaner hat natürlich ein enormes und vor allem völlig unerwartetes Loch in unsere Reisekasse gerissen, weshalb wir in unserer Zeit in Los Angeles etwas auf Sparflamme gelebt haben. Als Künstler lebt man eben von der Hand in den Mund – oder so.

Los Angeles – Stadt der Königin der Engel

Da wir aus bereits geschilderten Gründen vom Highway 1 die Nase voll hatten, machten wir uns also am 23. September auf den Weg nach Los Angeles, der Stadt der Königin der Engel. So heißt sie nämlich laut Wikipedia eigentlich. Da waren die Amis aber anscheinend zu faul und haben deshalb eine Abkürzung gebraucht.

Venice Beach & Santa Monica Pier

Wenn man wie wir seinen ersten Ausflug zum Venice Beach macht, weiß man auch woher die Stadt diesen Schönheit verheißenden Namen hat. Nämlich definitiv nicht wegen des Venice Beach. Dass die USA ein riesiges Problem mit Armut und Obdachlosigkeit haben, wird nämlich spätestens hier deutlich. Trotzdem darf ein Abstecher dorthin natürlich nicht fehlen, insbesondere, wenn man sich mit allerlei Souvenirs eindecken möchte.

Wer am Venice Beach verweilt, wird früher oder später in Richtung Santa Monica Pier flanieren, wobei man einige Volleyballfelder sowie einen Strandsportpark passiert. Bevor man nämlich den Santa Monica Pier erreicht, findet man links von sich ein gutes Dutzend überatlethischer Menschen, die sich in allerbester California-Manier oberkörperfrei oder im Falle der Damen nur mit Sport-BH bekleidet, an Turngeräten hoch und runter und von links nach rechts schwingen. Mich haben ja schon die 10 Stufen zum Pier aus der Puste gebracht. Zum Trost habe ich mir erstmal vorgenommen in Los Angeles Donuts essen zu gehen. Aber auch wer im Anschluss an eine Runde Volleyball am Strand ein kleines Hüngerchen verspürt oder die an den Ringen verbrannten 1000 kcal sofort wieder in Form von Kohlenhydraten zu sich nehmen möchte, findet in Los Angeles natürlich genügend Gelegenheit dazu.

Wir hatten ja mittlerweile einige Piers gesehen, am Santa Monica Pier jedoch findet man einen richtigen Jahrmarkt vor, der insbesondere bei Dunkelheit an Charme gewinnt, da alles beleuchtet ist. Wir unternahmen daher gegen Ende unseres Aufenthalts noch einen zweiten Ausflug zum Santa Monica Pier, um den Sonnenuntergang überm Pazifik bewundern zu können.

LA Rams vs Minnesota Vikings

Ein weiteres Highlight, auf das sich Joel wie ein kleines Kind auf Weihnachten gefreut hat, stand uns Donnerstag bevor. Donnerstag – Football! Die Los Angeles Rams gegen die Minnesota Vikings. Das Spiel startete irgendwann nach 17 Uhr, weshalb es natürlich überhaupt nicht verwunderlich ist, dass wir, wie 1.000.000 andere Menschen, bereits um 13 Uhr vor Ort waren. Schließlich muss man die Stimmung aufsaugen und alles mitnehmen, was das Fanfest so zu bieten hat. Neben dem Erwerb völlig überteuerter Speisen bestand zudem die Möglichkeit die eigenen Kicker- bzw. Passfähigkeiten zu testen. Joel, im Herzen eben doch ein Fußballer, hat sich fürs Kicken entschieden. Entscheidet doch anhand seiner zwei Versuche einfach selbst, ob ihr der Meinung seid, dass an ihm ein NFL-Champion verloren gegangen ist.

Das Spiel startete natürlich mit allem Brimborium, wie sich das gehört. Vanessa Hudgens (High School Musical) sang die Nationalhymne, Feuerwerk, Feuerwerk, Feuerwerk, Flugzeug 50m über unseren Köpfen. Ganz normaler Game-Day eben.

*Video wird nachgereicht, da zum jetzigen Zeitpunkt Internet zu schlecht ist für Upload

Das Spiel selbst war super, viel spannender als das College-Football-Spiel, das wir in Orlando angeschaut hatten. Cool war natürlich vor allem, dass einige Spieler aus Joels Fantasy-Football-Team auf dem Feld waren, ebenso wie zwei Spieler seines Kontrahenten. Wir konnten also live mitfiebern. Oh, und wir haben Machete, Tim Allen und Taylor Lautner gesehen. Also auf der Leinwand, die waren nämlich auch im Stadion. Die Rams haben schlussendlich das Spiel gewonnen, sodass wir dann gegen  21 Uhr das Stadion auch wieder verlassen konnten.

Walk of Fame & Chinese Theatre

Natürlich führte uns unser Weg auch zum Walk of Fame. Ich persönlich konnte den ganzen Schabernack aber nicht mehr ernst nehmen, als sich herausstellte, dass Cameron Diaz einen Stern hat, Coppola aber nicht. Was ist denn bitte ein Walk of Fame wert, auf dem der Regisseur des Paten nicht verewigt ist? Tourifotos haben wir aber trotzdem ganz brav wieder gemacht.

Am Chinese Theatre kann man dann noch die Hand und Fußabdrücke einiger Stars und Sternchen bestaunen. Besonders gefreut hat mich, dass meine Hände genauso groß sind wie die von Hermine Granger, was bestimmt beweist, dass ich eigentlich eine Hexe bin. Denn ich bin ziemlich sicher, dass die Größe der Handfläche und die Fähigkeit zur Zauberei korrelieren. Hat was mit der Fähigkeit zum Halten von Zauberstäben zu tun. Joel konnte aber leider nicht in die Fußstapfen von Kobe Bryant treten, da der entsprechende Stein sich nicht vor dem Chinese Theatre befindet, sondern darin. Um hinein zu kommen, muss man aber natürlich Geld bezahlen und dafür waren wir dann doch zu geizig.

Im Anschluss gab dann noch die mir selbst versprochenen Donuts.

Für den kleinen Hunger: California Donuts

Vom klassisch schokoglasierten Donut bis hin zur Mate-Variante finden sich bei California Donuts die verrücktesten Kreationen. Am Einhorn-Donut kam ich natürlich nicht vorbei und für Joel haben wir den Simpsons-Donut ausgewählt. Man muss nur darauf achten, dass man auch wirklich beim Originalgeschäft landet, da sich in der Stadt mittlerweile schon ein paar Nachahmer tummeln.

Thousand Steps Beach

Der letzte besondere Ausflug, den wir im Raum Los Angeles gemacht haben führte uns zum Thousand Steps Beach in Laguna Beach. Der eigentliche Plan war es dort den Sea Cave zu erkunden. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen und sehr hoher Wellen war dieser jedoch gesperrt, weshalb wir nur aus der Ferne einige Fotos machen konnten.

Bye, bye USA!

Damit verabschieden wir uns auch schon aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir hoffen euch hat die Rundreise bislang Spaß gemacht und freuen uns schon darauf unsere Südamerikaabenteuer mit euch zu teilen. Bis bald!

P.S.: Für alle, die kommentieren, gibt es wieder etwas zu gewinnen. Diesmal keine Postkarte, sondern eine praktische Errungenschaft, die wir bei Dave&Busters gewonnen haben und die Joel mit viel Liebe und Bedacht ausgewählt hat. Etwas, das jeder gebrauchen kann.


17 Kommentare zu “Los Angeles

  • Christian 25. Oktober 2018 at 11:08 Antworten

    Joel du musst doch als Kicker voll drauf ballern… nicht so mit der Innenseite schieben/schlenzen. Da muss Wumms hinter die Kartoffel.

    Aber schön zu sehen/lesen, dass es euch so gut geht! Und man lernt dank eurer Blogs nie aus 😉 Wusste z.B. gar nicht, dass die Queen in den USA so beliebt ist, dass sie da auch nen Stern auf dem Walk of fame hat. Wahnsinn.

    Wir man eigentlich aktuell bezuschusst, wenn man die USA südlich Richtung Mittel- bzw. Lateinamerika verlässt? So ne Art “Danke dass Sie unser Land verlassen”-50$ Ding? Naja, auch egal. Wünsche euch viel Spaß am Spanischen und passt auf euch auf. Hasta la vista wie der Gouverneur Kaliforniens, den ihr jetzt ja verlasst, zu sagen pflegte.

    • Joel 25. Oktober 2018 at 19:53 Antworten

      Ich hatte keine Ahnung wie das Ding wohl fliegt, aber ja, voll drauf wäre besser gewesen.

      Wie Jenni richtig bemerkt hat, sind die Amerikaner in der Hinsicht sogar ziemlich schlau, weil sie den Namen weggelassen haben. So gilt der Stern auch für die nächste Queen.

      Leider gabs kein Geld, aber vielleicht sollte man das mal einem Geschäftsmann aus den USA vorschlagen.

  • Oliver G. 25. Oktober 2018 at 19:16 Antworten

    Hallo ihr beiden Gerade-eben-nicht-entdeckten-Filmstars!

    Das ist aber gar nicht so schlimm, ihr seid meine derzeit beliebtesten Blog-Stars 😀

    Manchmal lebe ich auch von der Hand in den Mund, meistens bei Schokolade, aber Eis geht auch mit dem Löffel … man muss halt als Künstler kreativ sein 😉

    Jetzt weiß ich! Ihr seid nach L.A. gefahren, um euer Spanisch einzutrainieren! Guter Plan, als alle im Chor: El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles.

    Das Foto von euch gefällt mir wieder, es ist voller Kontraste 🙂 Groß – klein, hell – dunkel, lachend – ernst, anguckend – wegguckend, kurze Haare – lange Haare, Bart – kein Bart, … hat was!

    Schöner Zeitraffer vom Sonnenuntergang über dem Pacifier Ocean! Habt ihr euch ein Lagerfeuer am Strand gegönnt, während ihr auf den nächsten “Frame” gewartet habt? Das dauert ja schon so einige Zeit, bis die Sonne mal so richtig untergegangen ist.

    Joels Fußballfertigkeit zu kritisieren, das wage ich nicht einmal ansatzweise! Da habe ich keinen Plan von. Ich nehma mal an, er wollte den Ball über Bande irgendwo einlochen, konnte aber nicht ahnen, dass die Bande so schlabberig sein würde?!

    Hat man euch bei der westküstigen Stadionerfahrung denn die Deckel auf den Flaschen gelassen?

    Ok, Jenni hat sich drei Sternchen ausgesucht (Hey, Queen, cool! 🙂 ), Joel bestimmt auch, aber nicht dokumentiert. Schade eigentlich 🙁 Ah, es hätte Geld gekostet, ist sehe es schon im nächsten Absatz 😀

    “Die Fähigkeit zum Halten von Zauberstäben”. Kleine Hand, kleiner Zauberstab … ?

    Ah, Hunger Games, das kenne ich, und nach der Aufklärung durch Joel weiß ich auch, dass Liam Hemsworth in Thor nur deswegen ein bisschen anders aussieht, weil er es gar nicht ist 😀

    Selbst versprochene Donuts sind noch besser als selbst gebackene, finde ich 🙂 Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Donuts den Amerikaner dass sind, was hier die Obsttörtchen sind: unterschiedlich belegt, aber immer der gleiche, langweilige Teig untendrunter 😉

    Die Distant Sea Cave habt ihr vielleicht nicht erkunden können, aber das Foto dazu ist trotzdem schön geworden! Ein hübscher Effekt durch die Tiefenschärfe. Oder ist es Schärfentiefe? Ich verwechsele die beiden angeblichen Synonyme immer! Doch warum nur liegt die Kamera auf dem Boden? Haben euch die 1000 Stufen geschafft?

    Ja, eure Rundreise, die je gerade erst anfängt, macht mir jede Menge Spaß 🙂 Das erhellt richtig meinen ansonsten trüben Feierabend nach auslaugender Arbeit!

    Bis Südamerika dann! 🙂

    • Joel 25. Oktober 2018 at 20:08 Antworten

      Danke für einen weiteren unterhaltsamen Kommentar. Gerade bei dem Kontraste-Teil und dem über Herrn Hemsworth musste ich sehr schmunzeln.

      Der Sonnenuntergang hat gar nicht so lange gedauert. Also zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass wir ewig da saßen. Schätze auf irgendwas zwischen 60 und 90 Minuten.

      Da wir im Stadion auf jegliche Getränke verzichtet haben, können wir zur Deckelthematik keine Aussage treffen.

      Ich bin sehr froh, dass es mit Sport auch ein Themengebiet gibt, von dem du nicht ganz so viel Ahnung hast. Da kommt man sich doch gleich nicht ganz so unwissend vor.

      Doch ich hab auch Bilder von Sternen gemacht. Martin Scorsese, Matt Groening und Wenny Wang. Letzteren Stern zeige ich in einem der nächsten Beiträge.

    • Jenni 26. Oktober 2018 at 16:33 Antworten

      Von Joels Sternfotos hat es keines in den Blog geschafft, weil Joel sich keine Mühe beim Fotografieren gegeben hat und die Sterne krumm und schief sind. Ich strebe hier Perfektion an und kann mit sowas nicht arbeiten 😀

  • DFMA 25. Oktober 2018 at 20:21 Antworten

    Echt gut dass man jetzt ein Video davon hat wie Joel versagt 🙂

    • Jenni 26. Oktober 2018 at 16:31 Antworten

      Immer zu Euren Diensten ?

  • Monki 26. Oktober 2018 at 10:44 Antworten

    Joel hatte beim Kicken bestimmt das 11 Bekannte-Shirt an 😀
    Freu mich schon auf das nützliche Ding

    • Joel 26. Oktober 2018 at 20:32 Antworten

      Nee, sonst hätte ich nicht mal die Plane getroffen.

  • Doro 27. Oktober 2018 at 9:07 Antworten

    Jetzt endet euer Nordamerika-Trip. Danke für die wundervollen Bilder und Texte. Wenn ihr von den Menschen-und Touri-Massen an famous points schreibt, finde ich es um so beachtlicher, Fotos ohne Bekloppte zu sehen. Danke für die Geduld. Irgendwie hat es mich auch “beruhigt”, dass ihr den Highway 1 im Nebel erlebt habt. Zwischenzeitlich dachte ich, dass es doch nicht sein kann, dass ihr immer nur Postkartenwetter habt. Ich freu mich auf Südamerika
    LG Doro

    • Joel 27. Oktober 2018 at 19:04 Antworten

      😀 wir sind ja extra im Sommer losgereist um an den meisten Orten das beste Wetter zu haben. Allerdings finde ich, dass uns die Wetterfee gar nicht soooo hold war. Aber das kommt auf den Bildern, außer auf denen vom Highway 1, natürlich nicht rüber.

  • Anonymous 27. Oktober 2018 at 18:18 Antworten

    Hallo aus Germania, Germany, Alemannia oder auch Deutschland. Habe mir das Sternenfoto mit “Queen” genauer angeschaut. Wie zu erkennen ist, ist dort eine Schallplatte zu erkennen. Das ist für die Spätgeborenen vielleicht schwierig zu erkennen. Somit ist nich die Queen von England gemeint, sondern die Musikgruppe Queen, über die es gem. Wikipedia folgendermaßen heißt: Queen ist eine 1970 gegründete britische Rockband. Ihre Besetzung mit Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon blieb mehr als zwei Jahrzehnte lang unverändert. Viel Spaß weiterhin.

    • Joel 27. Oktober 2018 at 19:14 Antworten

      Hallo unbekannter Verfasser,

      danke für den Hinweis. Ich hab mich schon gefragt was das für eine komische Krone ist und warum sie die einzige Monarchin ist, die auf dem Walk of Fame gewürdigt wird.

  • Darilein 29. Oktober 2018 at 0:31 Antworten

    Dieser Santa Monica Pier sieht ja aus wie der aus der Serie, die ihr uns geliehen hattet. Wäre ich nun geographisch bewanderter, wüsste ich, ob es sich um denselben handelt. Mmmmh.

    • Jenni 29. Oktober 2018 at 0:35 Antworten

      Wenn du von Broadwalk Empire sprichst, das spielt ja eigentlich in Atlantic City. Es ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass das trotzdem in LA gedreht wurde. Mir wurden auch meine Illusionen geraubt als ich erfuhr, dass einige Szenen zu Gilmore Girls an der USC in Los Angeles gedreht wurden, die angeblich in Yale stattfinden. Nur Schall und Rauch.

      Ich glaube jedenfalls nichts mehr, was in irgendwelchen Filmen und Serien passiert. Hoffe euch gehts gut! Liebe Grüße von Joel

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