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Highway 1

Unterwegs auf der schönsten Küstenstraße der Welt

Von San Francisco führte uns unser Roadtrip nach Los Angeles. Um dort hin zu gelangen nahmen wir den Highway 1, eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Wir freuten uns auf spektakuläre Küsten und atemberaubend schöne Natur.

Monterey & Carmel by the Sea

Unser erster Stopp war Monterey an der pazifischen Küste. Wer Zeit hat, kann hier ruhig mal einen Stopp einlegen und sich den Pier anschauen, wer es jedoch eher eilig hat, dem würden wir stattdessen empfehlen seine Zeit in Carmel by the Sea zu verbringen.

17-Mile-Drive

Der 17-Mile-Drive verbindet Monterey mit der kleinen Stadt Carmel by the Sea. Für 10$ pro Vehikel hat man hier die Chance die größten Highlights der Strecke zu bewundern. Wir waren früh am Morgen von Monterey aufgebrochen, da es aber sehr wolkenverhangen war, stellten wir uns zunächst für einige Zeit an den Straßenrand. Und warteten. Und warteten. Und warteten noch ein bisschen länger. Als sich auch nach einer Stunde keine wesentliche Veränderung im Wetter abzeichnete entschieden wir uns aufzubrechen. Das sollte sich als weise Entscheidung herausstellen, denn der Nebel und die Wolken hielten sich hartnäckig.

Highway 1 – Highlights

Als erstes passiert man die Restless Sea, die Joel irgendwie nicht restless genug war. Dabei handelt es sich um einen an die Küste angrenzenden Meeresabschnitt, der besonders unruhig zu sein scheint. Joel war, wie gesagt, anderer Meinung. Es folgen Point Joe sowie der China Rock, wo sich einst chinesische Fischer ansiedelten. Der von Möwen und Pelikanen bewohnte Bird Rock und der Seal Rock sind die nächsten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Ein Golfplatz darf zwischendurch natürlich auch nicht fehlen. Am Fanshell Overlook kann man, mit etwas Glück einige Seehunde und auch ein paar Otter im Schilf beobachten.

The Lone Cypress

Wenig später stößt man auf eines der am häufigsten fotografierten Motive der Welt: die Lone Cypress. Bestimmt habt ihr davon schonmal ein Bild gesehen. Jetzt seht ihr eben auch mal eins mit mystischer Nebelstimmung.

Wir durften dann noch lernen, dass derartige Küstenwälder den Nebel brauchen, um gedeihen zu können. So neblig ist es ungefähr an 10 Tagen im Jahr. Wir Glücklichen!

Nachdem wir den, innerhalb des 17-Mile-Drive befindlichen, Pebble Beach passierten, erreichten wir schließlich Carmel by the Sea. Die malerischen Hausfassaden und das gemütliche Städtchen konnten uns trotz des mäßigen Wetters mehr begeistern als Monterey.

Big Sur

Pfeiffer Beach

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg in Richtung Big Sur. Wir waren in Kalifornien, der Inkarnation des Surfertparadises – da wo Baywatch herkommt, meine Güte nochmal. Hier musste doch ein bisschen Sonne zu finden sein. Und tatsächlich klarte sich das Wetter immer weiter auf, sodass wir am späten Nachmittag voller Hoffnung zum Pfeiffer Beach fuhren, wo es dann prompt gar nicht mehr besser war.

Wir campten an diesem Abend wieder im Auto auf einem wirklich sehr schönen Campingplatz in den Redwoods. Am nächsten Morgen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein und entsprechend guter Laune und Vorfreude auf den Weg gen Süden, um Big Sur zu erkunden. Die Hoffnung war groß. Die Erwartungen auch, denn Big Sur ist wunderschön und zurecht einen Besuch wert. Hab ich jedenfalls gehört, denn gesehen haben wir leider nix.

McWay Wasserfall

Zusätzlich zur Nebel-Misere war dann der Zugang zum McWay Wasserfall noch gesperrt. Man konnte den Weg ca. 20m lang laufen. Immerhin kann man so noch ein schönes Foto von der Bucht machen.

Tja, die Natur ist halt einfach kacke. Aber die Lektion die wir daraus lernen: Erwartungen und Realität sind eben nicht immer dasselbe und auf einer so langen Reise läuft eben nicht immer alles perfekt. Das ist auch gut so und Joel und ich hatten wenigstens was zu lachen. Wir hatten dann jedenfalls erstmal genug vom Highway 1 und mussten uns vom ganzen atemberaubt sein erholen.

Schnurstracks ging es deshalb in Richtung Los Angeles, wo es vertrauensvollen Quellen zufolge nicht so schön sein sollte. Endlich mal niedrige Erwartungen, es konnte also nur bergauf gehen. Einen Zwischenstopp möchte ich dabei jedoch nicht unerwähnt lassen, weil es einfach so urig war. Solvang, ein dänisches Dorf auf der Strecke zwischen Carmel by the Sea und Los Angeles hat mit seinem ganzen Charme überzeugt. Hier schien sogar die Sonne. Ob Dänisch die Amtssprache ist, weiß ich leider nicht, aber wer ein Stündchen Zeit hat, sollte hier auf jeden Fall anhalten und den Fachwerkzauber auf sich wirken lassen.


7 Kommentare zu “Highway 1

  • Oliver G. 20. Oktober 2018 at 4:59 Antworten

    Guten Morgen euch beiden und ein fröhliches letztes Wochenende vor der Umstellung auf Normalzeit … Hoffentlich belastet euch letzteres nicht 😉

    Ihr seid immer wieder für eine Überraschung gut, und diesmal ist diese, dass es zwischen S.F. und L.A. etwas zu berichten gibt! 😀

    Wieder mal sehr schöne Bilder, diesmal gewinnen für mich das Titelbild und das mit Kraut/Busch im Vordergrund und dem unscharfen Hintergrund, sehr schön!

    Diese Zypresse habe ich a) noch nie gesehen und halte sie b) für überbewertet. So einsam scheint die gar nicht zu sein.

    Ich nehme zur Kenntnis, dass neben Joel auch wieder Bonbons das Motiv in den Auslagen sind, im Salzwassergeschäft. Eine Reflektion von dir, Jenni, habe ich leider nicht gefunden 😀

    Das Bild mit “Lustig” bezieht sich bestimmt auf den Laden, der Socken mit Karamellgeschmack verkauft …

    Ein dänisches Dorf, in dem das ganze Jahr Weihnachten ist … und ihr fahrt ausgerechnet kurz vor Weihnachten hin! In New Jersey gibt es einmal im Jahr eine schwedische Parade, aber dass die Wikinger bis Kalifornien gekommen waren, hatte ich bisher nicht gewusst!

    Herzallerliebst übrigens, dass Ihr “Guano” mit in den Post bringen konntet! 😀 Das Bild vom Vogelfelsen habe ich gerade mal in Originalgröße aufgemacht, es ist fürchterlich unscharf und überhaupt und schiebt sich auf meinen Lieblingsplatz in diesem Post: Es sieht nämlich aus wie ein Ölgemälde! Wie geil ist das denn?! 🙂 🙂 🙂

    “Seeotter im Schilf”? Das hätte ich “Irgendwas im Schlick” genannt” 😉

    Ob der Highway 1 nun die schönste Straße der Welt ist, konnte ich trotz Joels Audiokommentar nicht beurteilen, mir fiel aber sogleich ein Fehler auf: Wenn du die Kamera die ganze Zeit in die Landschaft hältst, wie willst du die Schönheit der Straße beurteilen, die wunderbare Aufbringung des Asphalts, die filigrane Ziehung der Mittelstreifen, die gekonnte Verzierung der Straße mit Verkehrsschildern?

    Die “Restless Sea” ist natürlich immer in Relation zu betrachten, nämlich zum Pazifik, auf Englisch “Pacifier Ocean” … Da kann man keine Nordsee erwarten 😉

    • Joel 20. Oktober 2018 at 17:31 Antworten

      Ich hab mich auch gefragt, warum die Zypresse als einsam bezeichnet wird. Wenn die nicht mit Drähten etc. befestigt wäre, wäre das eh nur noch “Der Ort, an dem mal eine Zypresse stand, die oft fotografiert wurde”.

      Welcher Laden verkauft Socken mit Karamellgeschmack?

      Schön, dass wir auch mal dein Wissen erweitern konnten!

      Wenn die Amerikaner nicht zwischendurch mal Guano vom Felsen geerntet hätten, wär da noch viel mehr von dem Zeug.

      Danke für den Hinweis mit der Straße. Hab ich wohl falsch verstanden. Jetzt müssen wir nochmal dahin und den Asphalt begutachten.

      • Oliver G. 21. Oktober 2018 at 4:49 Antworten

        “Sockshop Carmel” … oder was verkaufen die? 😉 Allerdings nicht auf dem Bild mit “Lustig”, sondern auf dem daneben. Irgendwie hatte ich das für ein Bild gehalten, die gehen ja fast nahtlos ineinander über 😀

        • Joel 22. Oktober 2018 at 17:50 Antworten

          Achsoooo, ich verstehe.

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