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Las Vegas

Was in Las Vegas passiert, bleibt ja bekanntlich in Las Vegas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für uns gilt das aber natürlich nicht, denn wir leben ja dafür euch zu informieren und zu belustigen. Kleiner Spoiler, wir sind keinem Wolfsrudel beigetreten, haben keinen Tiger gestohlen und ein Casino haben wir auch nicht ausgeraubt, aber nur weil uns der Tunnelbohrer zur Erzeugung künstlicher Erdbeben gefehlt hat.

Unser Flug von Orlando ging nachts, weshalb wir mal wieder eine Nacht durchgemacht haben. In Las Vegas gelandet, konnten wir dann direkt am eigenen Leib erfahren, ob die 30 Grad humide Hitze an der Ostküste tatsächlich schlimmer sind als die 40 Grad trockene in der Wüste. Die Antwort lautet: beides ist nicht so ein Träumchen. Aber irgendwie gehört das zu Las Vegas natürlich auch dazu und das Gute ist ja, dass man den ganzen Tag in klimatisierten Casinos hockt. Jemand, der wie ich bei allem was unter 20 Grad ist friert, müsste eigentlich mit Daunenjacke dort sitzen.

Welcome to Fabulous Las Vegas

Außer essen und schlafen ist am ersten Tag auch nicht mehr viel passiert, weshalb wir direkt zum Freitag übergehen. Unsere erste Fahrt führte uns zum wohl berühmtesten Ortseingangsschild der Welt. Ob das bedeutet, dass man ab dort nur noch 50km/h fahren darf, kann ich euch nicht beantworten. Aber jeder weiß, dass er ab sofort in Las Vegas ist und offensichtlich will auch jeder ein Foto mit dem Schild machen, damit er das auch beweisen kann.

Jetzt stellt euch mal vor ihr sollt euch in eine Schlange von 30 wartenden Leuten stellen, die alle für ihre Instagramfotos posieren. Bei 40 Grad. In der Sonne. Nach ungefähr 10 Sekunden hatte Joel keine Lust mehr. Wir schlauen Füchse haben uns dann einfach schräg rechts vom Schild hingestellt und siehe da, das funktioniert auch wunderbar und die Wartezeit verkürzt sich auf 0. Influencer werden wir mit diesem Mangel an Perfektion und Einsatzbereitschaft wahrscheinlich nicht aber wenigstens haben wir keinen Sonnenstich bekommen. Zusätzliches Plus: wir haben eine Hochzeitsgesellschaft mit auf dem Bild. Und das ist doch das Maß an Authentizität, dass wir erreichen wollen.

Der Strip

Unser Weg führte uns anschließend in Richtung Strip. Es gibt wohl keine andere Stadt in der man die Strecke von New York über Paris bis nach Venedig in unter 10 Minuten schaffen kann – zu Fuß. Ein Edel-Restaurant reiht sich ans nächste, Gordon Ramsay Hells Kitchen ist hier ebenso vertreten wie eines der Restaurants des Kochs des Jahrhunderts – Joël Robuchon. Ich hatte den Namen vorher ja noch nie gehört, aber anscheinend ist er einer von vier Köchen, denen dieser Titel jemals verliehen wurde und seine Restaurants haben insgesamt 30 Michelin-Sterne erworben. Die meisten überhaupt! Leider hatten wir keine 1100$, die man mal eben berappen muss, wenn man hier das günstigste Menü zusammenstellt.

Wir haben uns stattdessen all die Orte angesehen, die man aus “Hangover” oder den zahlreichen “Oceans”-Filmen kennt – Caesars Palace, das Mirage, das Bellagio, das Venetian. Im Caesars Palace findet man sich dabei zunächst in einer ziemlich beeindruckenden Eingangshalle wieder und kann dann ein Untergrund-Rom aufsuchen. Die gemütliche Abendstimmung, die hier mitten am Tag gezaubert wird lädt zum verweilen und shoppen ein. Hier gibt es Badebomben, die aussehen wie Cupcakes. Ich bitte euch, welche Frau wird da nicht schwach?

Joel Pokerface

Eines der ältesten Casinos am Strip ist das Flamingo. Tatsächlich ist es nicht ganz so chic, wie die bereits genannten High-End Hotels, dennoch hatte Joel sich entschieden hier sein Glück beim Pokern zu versuchen. Während ich also 1$ am Automaten verloren hab (wohlgemerkt in einem Spiel) und danach schon keine Lust mehr hatte, hat Joel 200$ erwirtschaftet. Weil er vier Asse hatte und damit die beste Hand der Stunde. Kann man machen.

Downtown Las Vegas

Gegen Abend machten wir uns auf den Weg nach Downtown Las Vegas, da hier jeden ersten Freitag im Monat eine Art Straßenfest stattfindet, mit Livemusik und leicht bekleideten Frauen, die so tun als wären sie DJs aber eigentlich wahrscheinlich nur eine Spotifyplaylist runterlaufen lassen. Wenigstens tanzen sie dann zwischendurch dazu.

Man kann hier auch an einer Art Seilbahn in Bauchlage an der Decke entlangfließen (Teile der Fußgängerzone sind hier überdacht). Ihr könnt das gerne ausprobieren und uns dann erzählen, wie es war. An besagter Decke wird zu jeder vollen Stunde eine Projektion abgespielt. Wir haben zwei davon mitbekommen, die jeweils eine Hommage an Künstler der Stadt darstellten – Imagine Dragons und The Killers.


Wie gewonnen, so zerronnen

Am Samstag hat Joel dann leider bei einem Pokerturnier wieder ein bisschen was von dem gewonnenen Geld verloren, trotzdem denke ich kann er stolz darauf sein überhaupt mit einem Plus aus Las Vegas rausgekommen zu sein. Wir nutzten den Abend dann nochmal um uns den Strip anzuschauen.

Der Strip bei Nacht – Mirage und Bellagio

Highlight sind hierbei die Vulkan-Show vorm Mirage sowie die Wasserfontänenshow vorm Bellagio. Letztere findet alle 15 Minuten statt, sodass man am besten am Ende der laufenden Show hierher kommt, um sich dann einen guten Platz für die nächste zu sichern. Die großen Wasserfontänen machen dabei so einen Krach, dass ich bei ersten Mal dachte ich hätte einen Schuss gehört. Tatsächlich hatte ich dann ein bisschen das Gefühl, wenn George Clooney mir jetzt über den Weg laufen würde, könnten wir zusammen ein Casino ausrauben. Nicht, dass ich das jemals machen würde.


Am Sonntag war unser Las Vegas-Abenteuer dann schon wieder vorbei und wir holten unser Auto ab, um uns in die Wildnis zu begeben. Aber davon ein anderes Mal. Zum Abschluss haben wir ein kleines Give-Away für euch. Uns ist aufgefallen, dass ihr eine von Joels humoristischen Glanzleistungen, die sich im New York-Beitrag versteckt, entweder nicht bemerkt oder nicht gewürdigt habt (in diesem Falle: shame on you). Einfach mal durchKLICKEN und wer sie zuerst findet und uns über einen Kommentar o.Ä. informiert, bekommt von uns eine Postkarte aus New York. Das ist doch mal was!


7 Kommentare zu “Las Vegas

  • Oliver G. 25. September 2018 at 16:18 Antworten

    Hallo ihr zwei Enten,

    auch wenn ich meine Anatidaephobie überwinden muss, finde ich schön, dass ihr jetzt in einer Zeitzone herumschwirrt, die eure weiterhin wunderbaren, erleuchtenden und erheiternden Berichte und Fotos direkt in meinem Feierabend eintreffen lassen 🙂

    Fear and Loathing in Las Vegas und 30 Leerzeilen Bedenkzeit, finde ich gut, und Essen, Schlafen, Freitag ist eure bisher beste Zusammenfassung eines Tagesgeschehens 😀

    Ob amerikanische Ortseingangsschilder auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auslösen, kann ich als Fußgänger nicht wissen, aber ziemlich sicher sind es nicht 50 km/h! Die rechnen doch gar nicht in Stunden, sondern in Gallons, zumindest bei Autos 😉

    Da ist neben euch Flitterwöchern noch eine Hochzeitsgesellschaft auf dem Bild?! Woran erkennt man den Unterschied?! Und was um aller Welt trägt die Frau am rechten Bildrand für ein Kostüm?!

    Ist das Eis auch eine Badebombe? Weil das so viele Kalorien hat, dass man nachher nicht mehr in sein Badehöschen passt?! Ok, kurzes suchmaschinen später, bin ich nun informiert, was eine “Badebombe” ist 😀 Das ist eine super Erfindung, muss ich mir merken, bisher werfe ich immer zwei Multivitamintabletten mit ins Badewasser … 😀

    Bei dem Nymphenbrunnen steht die vierte Nymphe ja vor dem Brunnen, unglaublich, aber die Fontäne di Gotti sieht hochgeradig nach chinesischer Kopie einer mittelalterlichen Fälschung einer römischen Nachgestaltung eines griechischen Originals aus. Sieht aus wie Plastik, ist das Plastik?!

    Ein Mann weiß immer, wann er aufhören muss, zu spielen, nämlich dann, wenn seine Frau ihm das Geld wegnimmt. Das “Kann man machen” klingt nicht nach der Begeisterung, die Joel für seine Tat, sein Mathestudium endlich einmal gewinnbringend anzuwenden, verdient hat! Und immerhin hat es gereicht, dir diesmal statt des Dobby-T-Shirts einen großen Eisbecher zu kaufen, zumindest, irgendwas mit Strohhalm und Limette, könnte also auch ein Cocktail sein.

    George Clooney, echt jetzt!?

    Quak!

    • Joel 28. September 2018 at 7:52 Antworten

      Wie immer sehr aufmerksam! Hab schon vermutet, dass du der Gewinner des Gewinnspiels bist.

      Wäre nicht überraschend, wenn auch die Zeitangaben hier anders wären. Die haben eh schon so komische Zeitzonen, aber dazu vermutlich im nächsten Beitrag mehr.

      Die Frau im Kostüm gehört zur besagten Hochzeitsgesellschaft. Auf einem Bild kann man deutlich das Brautpaar erkennen, aber vermutlich sah ich darauf nicht ganz so gut aus, sodass Jenni ein anderes genommen hat.

      Das Eis ist nicht 100%ig ein Eis, sondern eigentlich ein Milchshake. Das war auf jeden Fall was Zucker und Kalorien angeht das bisher am höchsten konzentrierte Essen/Getränk.

      Ich hab die Skulpturen im Untergrund-Rom nicht angefasst, aber würde behaupten, dass es kein Plastik ist, sondern irgendwas steinartiges/-ähnliches.

      Das zweite Eis ist ein Margarita, also war Cocktail schon ganz richtig. Der war auch wirklich sehr gut im Gegensatz zu einem anderen vor ein paar Tagen, der durchsichtig und salzig war.

      Was ist das Problem mit George Clooney?

      • Oliver G. 28. September 2018 at 15:44 Antworten

        Tach auch und ein schönes Wochenende!

        Da bin ich aber froh, dass ich richtig gelegen habe! Ansonsten wäre die Anrede wohl etwas unverständlich geblieben 😀

        Gar nicht so einfach, sich zu überlegen, was wohl nicht von Jenni geschrieben sein könnte und doch von ihr noch als witzig genug empfunden wurde, um darauf hinzuweisen. Bemerkt hatte ich es damals, auch geschmunzelt, es dann aber sowort als politisch gar nicht korrekt, ganz der Gentleman, nicht kommentiert 😉

        Hatte mir aber vorgenommen, mal zu sagen, dass ich super toll finde, dass da Überschriften hinter den Bildern stecken (“hovern” reicht auch 😉 ), weil dann auch Ortsunkundige das Bild zum Text zuordnen können. Beim Eis aus Las Vegas steht allerdings nur noch “efd”, das lässt deutlich nach. Vermutlich aber nur, weil das noch keiner gewürdigt hat, also nochmals: Tolle Bildbeschriftungen! 🙂

        So einen kopfgroßen Margarita hätte ich jetzt auch gerne 🙂

        Und Clooney … mir fallen da immer die Killertomaten ein 😀

        • Joel 28. September 2018 at 22:55 Antworten

          Dass das hovern auch reicht, um den “TipOver” (wie Frau Anke gelegentlich zu sagen pflegt) anzuzeigen, hab ich tatsächlich noch nicht bemerkt. Danke für die Info!
          Jetzt müssen wir uns beim Beschriften dann auch mehr Mühe geben und ein einfaches “efd” reicht nicht mehr.

          Killertomaten musste ich natürlich googeln. Liest sich jedenfalls schon wie eine sensationelle Geschichte, daher kann ich mir vorstellen wie gut der Film ist.

  • Claudi 27. September 2018 at 15:44 Antworten

    brauch nicht suchen. hab schon eine karte aus new york. ha haclaudi

  • mama 29. September 2018 at 19:48 Antworten

    Du hast so toll gemacht. Liebe dich und euch. Meine deine Masterarbeit zwischendurch und so

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