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(S)Hits Vol.2

This post is part of a series called (S)Hits
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Hello Friends!

Die heutige Ausgabe von S(Hits) beschäftigt sich mit unserem Besuch in Universals “Islands of Adventure”-Freizeitpark bzw. mit dem was drum herum so passiert ist. Bilder wird Jenni bestimmt in ihrer Zusammenfassung für Orlando zeigen.

Fangen wir diesmal mit den negativen Dingen an:

Shits

1. Universal-Onlineshop

Einige Tage vor unserem Parkbesuch hatten wir die Karten online bestellt, was aber nicht ohne Probleme funktioniert hat. Da wir nicht nur “Islands of Adventure”, sondern auch Universal Wasserpark “Volcano Bay” besuchen wollten, mussten wir offensichtlich 2×2=4 Tickets bestellen. Überraschenderweise wurden mir aber nur 3 Tickets zugesandt, aber 4 abgerechnet (siehe Bild). Ich denke die wenigsten Menschen benötigen einen Taschenrechner um festzustellen, dass 310+25,36 nicht 415,36 ergeben.

Also hab ich Universal eine E-Mail geschrieben und auf das fehlende Ticket aufmerksam gemacht. Natürlich konnten die mir das nicht einfach per Mail zusenden, sondern ich musste den Kundenservice anrufen. Der Typ am Telefon war ganz nett, allerdings auch etwas mit der Situation überfordert, sodass er mich gefühlte 10-mal in die Warteschlange gestellt hat, nur um dann alle 3 Minuten nachzufragen, ob ich noch da bin, und dass er sich um die Lösung kümmert. Nach einer Stunde war dann auch tatsächlich eine Lösung gefunden.

Ich bin sehr erstaunt, dass es solche Fehler in einem Onlineshop eines milliardenschweren Unternehmens gibt. Wenn es der Onlineshop von der Nachbarin Müller wäre, die ihre gehäkelten Bierdeckel verkaufen will, hätte ich nichts gesagt, aber so…
Ein gutes hat es aber doch: Ich fühle mich jetzt nicht mehr ganz so schlecht wegen der Fehler, die ich während meiner Zeit bei der CONCERTIS reinprogrammiert habe.

2. Preise

Wer sich das Bild oben angesehen hat, wird feststellen, dass wir nur für den Besuch im “Islands of Adventure”-Park 230$ ausgegeben haben. Das sind umgerechnet 200€ oder wie mein Vater sagen würde: 400 Mark.
Zum Vergleich: Im Phantasialand zahlt man knapp 50€ pro Person, also etwa die Hälfte.

Das wär ja nicht so schlimm, wenn man für das Geld dann auch mehr geboten bekommt. Kriegt man aber nicht. Es gab genau eine Achterbahn, die ich als sehr gut bezeichnen würde und drei andere Fahrgeschäfte (davon zwei Wasserbahnen), die zumindest gut waren. Im Phantasialand, Europapark und sogar im MoviePark hab ich mindestens genauso viele gute Attraktionen und zahle wie gesagt nur die Hälfte.

Die überzogenen Preise ziehen sich natürlich auch noch durch diverse Essensstände im Park. Ein Stück Pizza 10€, eine Bretzel 9€, usw. Auch in deutschen Parks ist das Essen nicht billig, aber selbst da gibt es ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

3. Aufteilung der Parks

Universal hat neben den “Islands of Adventure” nebenan auch noch einen zweiten Park, die “Universal Studios”. Und wie es in der Unterhaltungsbranche seit einiger Zeit üblich ist, folgen sie auch hier dem Trend der Aufteilung, um möglichst viel Kohle zu machen. Mit Aufteilung meine ich z.B. die Verfilmung von Buchreihen, bei denen beispielsweise aus einer Trilogie grundsätzlich mindestens 4 Filme werden.

Universal wirbt unter anderem damit, dass sie die “Wizarding World of Harry Potter” haben. Diese besteht aus dem Hogwarts-Schloss, dem Dorf Hogsmeade und der Winkelgasse. Aber es wäre natürlich viel zu leicht, wenn die komplette Welt in nur einem Park aufgebaut wäre. Stattdessen befinden sich Hogwarts und Hogsmeade im “Islands of Adventure” und die Winkelgasse in den “Universal Studios”. Zwischen den beiden Parkwelten fährt immerhin passenderweise der Hogwarts Express, aber natürlich dürfen nur diejenigen einsteigen, die ein Park-to-Park-Ticket haben und somit beide Parks an einem Tag besuchen dürfen. Das Park-to-Park-Ticket ist natürlich nur minimal billiger als der Einzeleintritt in beide Parks.

Wir wussten schon vor unserem Besuch, dass das Park-to-Park-Ticket nötig ist und waren dementsprechend nicht überrascht, aber das ist ja trotzdem kein Grund um sich nicht aufzuregen :-).

4. Schließfächer

Auf manchen Fahrgeschäften ist es natürlich nicht erlaubt lose Gegenstände oder Rucksäcke mitzunehmen, allerdings läuft das etwas anders als in deutschen Parks ab. Für die, die nicht so häufig in Freizeitparks sind: man stellt sich an und bevor man einsteigt und sich anschnallt, legt man seine Sachen entweder an die Seite auf den Boden oder in Schränke neben dem Ausgang.
In den USA ist das Vertrauen aber natürlich nicht so groß, dass niemand z.B. sein Handy mit auf die Fahrt nimmt, sodass man schon vor dem Anstellen seine Sachen in ein Schließfach packen muss. Das wird dann auch nochmal mit Metalldetektoren und durch Abtasten kontrolliert. Die Schließfächer sind für die Dauer der Fahrt kostenlos, sodass bis hierhin auch alles okay ist.

Es gibt aber auch mindestens ein Fahrgeschäft (die Wasserbahn “Jurassic Water Ride”), auf der man seinen Rucksack mitnehmen kann, vor dem aber trotzdem Schließfächer stehen. Es gibt aber natürlich kein Schild, auf dem steht, dass es optional ist und diese Schließfächer sind natürlich nicht umsonst, sondern kosten 4$ pro angefangener Stunde. Da wir nicht eingesehen haben dafür Geld auszugeben, haben wir den Rucksack mitgenommen und siehe da: es war möglich und er ist nicht einmal wirklich nass geworden.

Ich finde es jedenfalls eine Frechheit die “Ängste” der Menschen so auszunutzen und nochmal Kohle zu kassieren.

5. Menschen

Meine Lieblingskategorie kommt natürlich auch hier wieder einmal vor. Diesmal nur anhand von zwei Beispielen:

5.1 Menschen, die ihren Kindern aufblasbare Maschinengewehre schenken

Im Park lief eine Familie mit zwei Kindern herum, die eben solche dabei hatten. Also ich hatte als Kind eine aufblasbare Gitarre. Gut, ich hatte auch eine Knallerpistole, aber zu der Zeit gab es auch noch keine Amokläufe, sodass ich das Gefühl habe, dass es ein anderer Kontext war.

Nur damit man mich nicht falsch versteht: Ich habe nichts dagegen, wenn sich Leute dafür interessieren und Schießen als Hobby betreiben, solange sie bestimmte Auflagen erfüllen, aber der Umgang mit Waffen hier ist für mich wirklich gewöhnungsbedürftig und der Zugang viel zu leicht. Deshalb finde ich es bedenklich, wenn man Kinder so früh daran gewöhnt. Aber solange das hier noch als Spaß für die ganze Familie gilt, ist der Weg wohl noch weit.

5.2 Menschen, die sich nicht die Hände waschen, nachdem sie auf der Toilette waren

Der Klassiker. Vermutlich pinkeln sich die wenigsten Menschen auf die Hand, aber ich finde es trotzdem unhygienisch. Warum tun sich viele damit so schwer?


Hits

1. Kostenlos nachfüllbare Becher

Im Park gibt es das Angebot für etwa 17$ einen Becher zu kaufen, den man für die nächsten 12 Stunden an verschiedenen Stationen auffüllen kann. 17$ klingt erstmal viel, aber wenn man überlegt, dass ein einzelnes Getränk mindestens 5$ kostet, kommt man innerhalb eines Tages schnell auf die entsprechende Summe. Man kann natürlich auch selbst was zu trinken mitbringen oder Wasserspender nutzen, aber wir wollten das richtige Freizeitparkfeeling. Außerdem konnten wir den Becher auch 4 Tage später im “Volcano Bay” nutzen und mussten da nur 8$ für das Nachfüllpaket bezahlen und wir haben ein kleines Souvenir.

2. Sauberer Park – saubere Toiletten

Der Punkt wird oft viel zu selbstverständlich gesehen, aber der Park ist wirklich sehr sauber. Ich habe an keiner Stelle irgendwelchen Müll rumfliegen sehen. Die Toiletten waren ebenfalls in guter Verfassung. Vielleicht ist das auch der Grund warum Menschen ihre Hände nicht waschen?!

3. Hogwarts-Lichtshow

In Echt noch deutlich beeindruckender, aber auch aufgenommen sieht es schon gut aus:

4. Kundenservice

Da wir vom Preis-Leistungs-Verhältnis sehr enttäuscht waren und nicht nachvollziehen können, warum der Park bei TripAdvisor als bester Freizeitpark der Welt gilt, habe ich eine eher negative Kritik bei TripAdvisor geschrieben, und gesagt, dass ich nicht noch einmal in den Park gehen würde (ich habe aber 3 von 5 Sternen vergeben, also war es durchaus fair). Meine Bewertung hat ein Mitarbeiter von Universal gelesen und mir mitgeteilt, dass ich mich bitte einmal telefonisch beim Kundenservice melden soll und die unser Erlebnis mit Sicherheit noch verbessern können.

Das habe ich dann auch gemacht und wieder mit einem netten Mitarbeiter gesprochen, der natürlich auch bedauert hat, dass unsere Erfahrung nicht so gut war und uns zum Trost eine 50$-Geschenkkarte gegeben hat. Die konnten wir dann auch in “Volcano Bay” einsetzen und Jenni außerdem noch ein T-Shirt kaufen.

Es gibt also einen guten Kundenservice, aber das ändert nichts daran, dass der Park enttäuschend war. Wer also mal die Möglichkeit hat “Islands of Adventure” zu besuchen, sollte diese nicht ergreifen, sondern sein Geld anderweitig investieren.


 

6 Kommentare zu “(S)Hits Vol.2

  • Oliver G. 8. September 2018 at 5:52 Antworten

    Was das angeht: “Ich fühle mich jetzt nicht mehr ganz so schlecht wegen der Fehler …”, so hatte ich bis dahin Mitleid mit dir, denn irgendwer muss das jetzt alles ausbaden >;-> Das wird seinen Preis haben!

    “Bretzel 18 Mark”
    qed. 😉

    Oh, der Hogwarts Express war letztens noch in den Nachrichten: https://www.bbc.co.uk/news/uk-wales-45303331

    “Raumgegenstände der internen Kodierung ‘Schließfach'” für 4$”
    qed. 😉

    “Aufblasbare Gitarre”, echt?! Ein schwer aus dem Kopf zu bekommendes Bild 😉

    Wenn es nicht so traurig wäre, dass die das ernst meinen, könnte man die “Fun for the Whole Family”-Werbung als schlechte Satire zum Orlando-Massaker ansehen 🙁

    Sich die Hände nicht zu waschen ist wirklich pfui! Es sind schon ganze Zivilisationen untergegangen, nur weil man Telefondesinfizierer für überflüssig gehalten hatte.

    “Vielleicht ist das auch der Grund warum Menschen ihre Hände nicht waschen?!” Genau! Die Sauberkeit wirkt auf homöopathologische Weise auf die persönlich verschwitzte Genitalhygiene. Der Teller ist sauber, also wurde das Essen auch in einer sauberen Küche zubereitet.

    “und Jenni außerdem noch ein T-Shirt kaufen”. Für 50$?!
    qed. 😀

    • Joel 8. September 2018 at 9:26 Antworten

      Ich hab doch alle meine Fehler selbst korrigiert und meine Teile des Programms in einem korrekten Zustand übergeben. Oder etwa nicht? 😀

      “und Jenni außerdem noch ein T-Shirt kaufen”. Für 50$?!
      Nee für 35 oder sowas. Aber das ist okay, da ist Dobby drauf.

      Hast du immer einen Telefondesinfizierer benutzt?

      • Oliver G. 8. September 2018 at 14:23 Antworten

        Völlig korrekt, bezüglich einer Definition von korrekt, die sich wiederum aus den fachlichen Vorgaben ergibt … ex falso quodlibet 😉

        Na okay, ein T-Shirt mit Dobby drauf ist natürlich etwas Besonderes! Bei Amazon bezahlt man da auch 20€ für, ist also in Ordnung 😀

        Ob ich einen Telefondesinfizierer benutzt habe!? Dude, ihr seid zwar fast in den Südstaaten, aber ich benutze keine Leute! Offensichtlich ist dir die Entstehungsgeschichte der Menschheit wieder einmal völlig fremd (Golgafrincham!) 😉

        Das Telefon (mein Telefon!) hat seit deiner Abreise noch nicht einmal wieder geklingelt. Ich benutze das eigentlich nur zum Ablesen der Uhrzeit 😀

  • Monki 9. September 2018 at 9:00 Antworten

    Zählt das Bier für dich zu Hits oder Shirts?

    • Joel 9. September 2018 at 18:24 Antworten

      Eher zu Shits. Ich fands überraschenderweise nicht so lecker

  • Claudi 9. September 2018 at 20:51 Antworten

    Ihr seid bekloppt. genießt euer sueßes Leben
    C

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